Christian Tetzlaff

Aktuelle Konzerttermine

Do. 21Nov.2019

München

Prinzregententheater
München, Germany

Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Do. 05Dez.2019

Bern

Kultur Casino Bern
Bern, Switzerland

Karol Szymanowski: Violinkonzert Nr. 1 op. 35 (1916)

Fr. 06Dez.2019

Bern

Kultur Casino Bern
Bern, Switzerland

Karol Szymanowski: Violinkonzert Nr. 1 op. 35 (1916)

Do. 09Jan.2020

Hamburg

Elbphilharmonie
Hamburg, Germany

Anton Webern: 6 Stücke für Orchester op. 6
Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester C-Dur op. 56 (Tripelkonzert)
Ludwig van Beethoven: Coriolan op. 62 - Ouvertüre c-Moll zu dem Trauerspiel von H.J. von Collin
Witold Lutoslawski: Konzert für Orchester (1954)

Discografie

Presse

Improvisierte Logik

classic.com, Dr. Aron Sayed, 04.07.2019 Alle sechs Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001-1006 von Johann Sebastian Bach an einem einzigen Abend? Im großen Saal der Elbphilharmonie für 2.100 Menschen, der für seine gnadenlos präzise Akustik geradezu berüchtigt ist? Kann das gut gehen? Und wie es das kann! Schließlich war der Solist des Abends mit Christian Tetzlaff jemand, der dieses ,alte Testament‘ für Violine solo nicht nur bereits dreimal auf CD eingespielt hat, sondern auch bereits häufig damit aufgetreten ist. Gleichwohl hatte diese Situation von Beginn an Prüfungscharakter, waren doch 2.100 Augenpaare nur auf diese eine einsame Person mit Instrument im Lichtkegel gerichtet. Dies zumal die brutal klaren akustischen Verhältnisse der Elbphilharmonie jeden Einzelton, jeden Doppelgriff, jeden arpeggierten Akkord und jedes Detail, jede winzige Ungenauigkeit in der Tongebung zum Vorschein brachten, ganz anders als in einer durch Hall abgemilderten Kirche. Darum war auch der Charakter des Konzerts von Beginn an kein sakraler, sondern ein ganz weltlicher, wenn auch erfüllt von expressiver Innerlichkeit. Zu Tränen rührend Doch Christian Tetzlaff wäre kein Ausnahmegeiger, wenn er sich nicht darauf eingestellt hätte. Und so klangen das Presto aus der g-Moll-Sonate, das Double aus der h-Moll-Partita und das Preludio aus der E-Dur-Partita fast so, als ob sie nicht Bach, sondern Paganini komponiert hätte. Tetzlaff nahm die scheinbar endlosen Läufe in einem irrsinnigen Tempo, so dass die Entfaltung der Bach’schen Fortspinnungslogik das Ohr ein ums andere Mal überwältigte. Am Ende des ‚Double. Presto‘ ging sogar ein Raunen durch das Publikum, ob der soeben dargebotenen Virtuosität. Das heißt jedoch nicht, dass […]